Rockwell Automation Visit 2019 Bericht

Am 13. November 2019 war das ISPE KIT Student Chapter zu Rockwell Automation in Karlsruhe-Durlach eingeladen, um an einem Fachvortrag und einem Workshop einen Nachmittag lang teilzunehmen.

Harald Hermann (Strategic Account Manager) eröffnete das Programm mit seinem Kollegen Michael Warstat (Delivery & operatives Geschäft) in einer Vorstellungsrunde der Firma.
Rockwell Automation ist Anbieter von Automatisierungs- und Informationslösungen für die industrielle Produktion und mit 23.000 Mitarbeitern weltweit vertreten.
Im Zuge der Digitalisierung hat sich Rockwell Automation unter anderem darauf spezialisiert, Software zur Prozessabbildung und -steuerung, aber auch zur Cybersecurity für pharmazeutische Betriebe bereitzustellen. Neben Roche und Lonza zählt auch Pfizer zu einer der größten Kunden von Rockwell Automation am Standort Karlsruhe.

Im weiteren Verlauf des Vortrags wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche, die in Karlsruhe vertreten sind (Sales, Pre-Sales, Delivery, …) näher beleuchtet. Die Expert Speech gestaltete sich eher als offenes Gespräch des Referenten mit uns Teilnehmern, indem auf alle Fragen aus dem Publikum eingegangen und diskutiert wurde. Dabei wurden die Antworten immer mit anschaulichen Beispielen aus der Industrie beschrieben.

Nach einer kurzen Pause mit Verköstigung wurden wir in den Demoraum der Rockwell Automation geführt. Dort gab es einen Vortrag über Cybersecurity und Zukunftstrends in der Industrie.
Im Bereich der Medikamentenentwicklung stellt personalisierte Medizin einen der großen Trends dar. Hieran arbeitet die Rockwell Automation an Optimierungsmaßnahmen, die zum Beispiel die adäquate Gestaltung der Batch Reviews umfassen. Im Zuge der Digitalisierung muss dabei gewährleistet sein, dass die Data Integrity eingehalten wird. Somit soll der Kunde vor Missbrauch zum Beispiel bei Batch Reviews geschützt werden, dafür gilt es Lösungen zu finden und umzusetzen.
Außerdem liegt immer mehr der Fokus auf modulares Equipment, bei dem mehrere kleinere Batches in Serie geschaltet werden für einen großen Umsatz („Numbering Up“) anstelle eines normalen Scale-Ups des bestehenden Prozesses.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist ebenfalls die Plug-and-Produce Applikation der verwendeten Devices, um Anlagen schneller in einen bestehenden Prozess anzubinden.
Dabei kann bei zukünftigen Kollaborationen bei Bedarf gerne ausführlicher auf die elektro- und informationstechnischen Aspekte eingegangen werden.

Anschließend wurden uns Teilnehmern die Anwendungsgebiete der von Rockwell Automation entwickelten Software gezeigt am Beispiel einer von Rockwell Automation konzipierten Keksfabrik. In der nachfolgenden Networkingrunde mit den Mitarbeitern wurde offen über Anwendungsgrenzen und zukünftige Möglichkeiten der Anwendung diskutiert.

Zum Abschluss wurde noch ein offenes Projekt im Hause vorgestellt, das speziell für Informatikstudenten angedacht ist. Dabei geht es um interne Optimierung der von Rockwell Automation eingesetzten Virtual Machines.
Dies kann unter Absprache im Rahmen eines freiwilligen oder Pflichtpraktikums oder einer Werkstudententätigkeit bearbeitet werden (auch gegen Bezahlung).
Meldet euch bei uns, wir leiten eure Anfragen gerne weiter!

Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls musste der Augmented Reality Workshop leider auf den nächsten Termin verschoben werden.

Bei gemeinsamen Essen und Trinken ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und freuen uns schon auf weitere Zusammenarbeit mit Rockwell.

Euer Maximilian Ell